Geschichte der Zittauer Kunststoff GmbH

1931 - Erste Plastikerzeugnisse aus Zittau

Gegründet wurde die Firma ursprünglich als Zweigniederlassung eines Schmuckfabrikanten aus Gablonz (heute Jablonec nad Nisou, CZ).

Hergestellt wurden hier, auf drei handbedienten Spritzgießmaschinen vorwiegend Schmuckwaren aus Kunststoff, die dann größtenteils in Heimarbeit fertigmontiert wurden.

1938 wurde bereits ein zweites Grundstück erworben, auf dem ebenfalls ein thermoplastischer Betrieb eingerichtet wurde. Im Zuge der Vorbereitungen des 2. Weltkrieges wurde allerdings die Produktion von Schmuckwaren zurückgefahren und man widmete sich der Rüstungsindustrie.

1948 - Glas Bijouterie Zittau

Am 01. April 1948 ging die Firma aus dem Privatbesitz in das Eigentum der damaligen CSSR ein. Die Firmenbezeichnung änderte sich nun auf Glas Bijouterie Zittau

Das Produktionsprogramm bestand zum größten Teil aus eigenen Entwicklungen. Erzeugnisse waren bespielsweise Kämme, Spielwaren, Sonnenbrillen und Haushaltwaren.

1951 wurden weitere Räumlichkeiten angemietet, die fortan als Montageabteilung unter dem Namen Werk II ausgebaut wurden. Bereits ein Jahr danach konnte auch Werk III in Betrieb genommen werden. In dieser Betriebsstätte erfolgte die Montage von Spielwaren sowie deren Oberflächenveredlung.

Über die Zeit wurde immerwieder in vollautomatische Spritzgießmaschinen investiert. So hielt man die Produktion immer auf dem jeweiligen Stand der Technik.

Allmählig wurde es notwendig die angeschaffte Technik auf eine Betriebsstätte zu konzentrieren. In diesem Zusammenhang erfolgte zwischen 1963 und 1965 der Neubau einer Spritzereihalle. Darauf folgte der Neubau der Montage- und Versandhalle, wobei nun alle drei Werke in einer Betriebsstätte vereint waren.

1972 - VEB Formaplast Sohland, Betriebsteil Zittau

Im Jahre 1972 erfolgte die Umbenennung des Betriebes in VEB Formaplast Sohland, Betriebsteil Zittau.

Zu den attraktivsten Sortimenten unter dem neuen Namen zählten zum Beispiel Dekordosen, Blumengießkannen, Plastkristall, Spielwaren und ein umfangreiches Kammsortiment.

1976 bildete man im Zuge der Rationalisierung im Verwaltungsbereich eine erste EDV - Abteilung. 1978 wurde die Abteilung "Rationalisierungsmittelbau" gegründet. Dabei ging es um die Steigerung der Arbeitsproduktivität durch den Einsatz von vollautomatischen Verkettungseinrichtungen.

1979 hielten dann die Badmöbel Einzug in das ohnehin schon umfangreiche Sortiment der Firma.

Zwischen den Jahren 1981 und 1983 gab es zahlreiche Umstrukturierungen und Produktionsverlagerungen zwischen den einzelnen Betriebsstätten der Firma Formaplast Sohland. Somit wuchs das Werk Zittau zum größten Hersteller von Plastikerzeugnissen im Bereich Haushaltwaren in der damaligen DDR an.

Bis 1990 wurden noch zwei Komplexe mit Stahlbauhallen realisiert.

1992 - Zittauer Kunststoff GmbH

Ab 1992 gehört die ZiK zur CELLPACK GmbH.

Mehr und mehr werden jetzt technische Bauteile hergestellt und konstruiert. Für die Konstruktion wird von Anfang an auf CAD/ CAE - Technik gesetzt. Im Laufe der Zeit wird eine hochtechnisierte Produktion umgesetzt. Dabei spielen die zentrale Trocknungstechnik, die vollautomatische Entnahme der Bauteile aus den modernen Spritzgießmaschinen sowie der Ausbau der Lagermöglichkeiten große Rollen.

Die größte Rolle spielt jedoch der Ausbau der Qualitätsabteilung. Hier wird die Richtlinie DIN/ ISO 9000 - 9004 eingeführt und es wird ausgiebig in hochmoderne Messtechnik investiert.

Der Bereich der Weiterverarbeitung und Montage wird um etliche Methoden ergänzt. Hierzu zählen verschiedenste Drucktechniken, Ultraschallschweißen, Heißprägen etc.

Das Motto der Zeit lautet "Zukunft in Kunststoff" - mehr und mehr entwickelt sich daraus der Leitspruch der ZiK.

2000 - Unter neuer Flagge...

Die Gräfenthaler Kunststoff GmbH erwirbt im Jahre 2000 die ZiK.

Mittlerweile blickt die Zittauer Kunststoff GmbH auf mehr als fünf Jahrzehnte Erfahrung im Bereich der Kunststoffverarbeitung zurück. Es beginnt der Ausbau unserer Projektabteilung in Richtung eines modernen, kreativen Projektmanagements.

2003 wird die neue Betriebsstätte im Gewerbepark Weinau II in Betrieb genommen. Stattliche 9.000 m² bilden von nun an die Grundlage für unsere Produktion. Hier wird zum Beispiel eine hochmoderne, zentrale Materialförderung, eine computerverwaltete Schieberegalanlage sowie getrennte Maschinen- und Werkzeugkühlung installiert. Zudem wird im Sinne des Umweltschutzes der Bürokomplex komplett durch die Abwärme der Produktionshalle beheizt.

Der Werkzeugbau wird auf einen Stand gebracht der problemlos die Wartung, Reparatur und Änderung der Kundenwerkzeuge ermöglicht. Die technische Ausrüstung wird so erweitert, dass Vorgänge wie Fräsen, Drahtschneiden und Senkerodieren vor Ort erledigt werden können.

Die Kunden kommen nun aus den Bereichen weiße Ware, Spielwaren (vorrangig Playmobil) und, mit steigender Tendenz, Automotive. Die ZiK ist mittlerweile in der Lage technische Baugruppen, galvanisierte/ lackierte Sichtteile und auch Bauteile mit eingespritzten Buchsen und Hülsen zu fertigen.

Bereits 2006 wird der zweite Bauabschnitt eingeweiht. Die Lagerflächen und Produktionshallen, sowie der Bereich der Montage wird um einiges erweitert.

Immer mehr werden Kamerasysteme zur Sicherung der Produktionsqualität eingeführt. Ein Qualitätswesen, dass in jeder einzelnen Schicht mindestens eine qualifizierte Person zur Qualitätssicherung hat, unterstützt den neuen Leitsatz: "Qualität wir produziert - nicht nachträglich hineingeprüft!".

Im März 2015 erfolgt die Fertigstellung und Übergabe des nun schon dritten Bauabschnitts.

Heute konzentrieren sich circa 80% des Produktionsumfangs auf den Bereich Automotive. Dies bestätigt unseren hohen Qualitätsstandart, der über die Jahrzehnte hinweg stets auf dem höchsten Stand der aktuellen Technik gehalten wurde.

Zur Zeit zählt unser Personal um die 170 Mitarbeiter.

In mehr als acht Jahrzehnten entwickelte sich die ZiK hin zum heutigen Credo - Qualität in Bestform!